27. April 2008

FCU 0 - 1 Cottbus II

Es ist ja bekannt, dass eine Mannschaft durch eine Flut von Erwartungshaltungen und Medienfaziten den Hang hinunter fällt und vor lautere Pech einfach die Stufe nach oben nicht mehr findet. Dies geschieht mehrmals in einer Saison bei nahezu jeder Mannschaft, bei der Einen ist dies von langer bei der Anderen von kurzer Dauer. Und bei Union kommt hinzu, dass dies wirklich zum üngünstigsten Zeitpunkt passiert.

Gestern war Tröten-Tag in der Alten Försterei und auch das Wetter war schön, es waren viele Leute da. Nebenbei die Cottbusser schnell besiegen und die Tabelle ist dein Freund. Doch am Ende festigten die Lausitzer Ihren Ruf als aktueller Liga-Schreck. Ähnlich wie Lübeck kämpften sie als längst Abgstiegener mit erhobenen Köpfen gegen jeden Einwand der Berliner. Schossen das entscheidene Tor durch Hensel in der 34 Minute und sorgten dafür, dass Union die angesprochenen Stufen zum Tor nicht fand. Wichtigen Torchancen fehlte die Würze, das Spiel war für Union von Anfang an mit Pech infiziert. Das Zusammenspiel schien fremdartig. Christian Stuff musste die Rolle des verletzten Daniel Schulz übernehmen, welche ihn zumindest gestern erheblich überforderte, immer wieder heikle Situationen vor dem eigenen Tor und auch später auf der anderen Seite stand er unglücklich in der Schusslinie als der Ball auf dem Weg zum Ausgleich an ihm abprallte. Etappenweise schlichen sich gute Vorkommnisse ins Spiel ein, Sergo Biran hatte nach seiner Einwechslung einige davon. Aber die Spieler waren im Kopf spürbar von der Situation verwirrt, der Unmut der Zuschauer machte dieses nicht leichter. Patschinski schoss den Ball in seiner besten Szene bezeichnend zehn Meter frei stehend vor dem Gehäuse in die Sterne.

Der Aufstiegsstrudel an der Tabellenspitze zeigt nun hoffentlich vorzeitige Ernüchterung, denn alle Mitstreiter hatten nahezu alles richtig gemacht und gewannen. Es geht nun ums Verscherzen. Wenn in Hamburg nicht drei Punkte gemacht werden, wäre dies sehr schmerzhaft. Und auch die Dynamos müssen einfach kurz gehalten werden. Vielleicht kehrt da das Aberglaube-Gespenst zurück und wir spielen wieder im zweiten Durchgang auf das dann fahnengetränkte Zuckertor.

(Bild: www.unveu.de)